Sechs Zimmer verteilen sich auf drei Wohnebenen, von denen die oberste das Atelier. Aus dem Obergeschoss tritt der Erkerturm hervor und gibt dem größeren der beiden Zimmer drei Fenster im Rundblick.

August Pittino war am Schloss Wartaweil tätig, wenige Kilometer weiter am selben Ufer, bevor er 1904 diese Villa in massiver Bauweise errichtete. Auf zwei Vollgeschossen sitzt das ausgebaute Dachgeschoss, an der Westseite tritt der Erkerturm hervor und endet oben in einem geschlossenen Spitzhelm.
Die Laubsägearbeiten an Veranda und Loggia stammen aus derselben Zeit und sind im Original erhalten. In dieser Ausführung wird heute kaum noch gebaut.


Man spürt es zuerst an den Messinggriffen der Türen. Kassettentüren mit den originalen Beschlägen, Fischgrätparkett über alle drei Wohnebenen, Stuck an den Decken, ein Kamin im Wohnbereich und Raumhöhen aus einer Bauzeit, die es so nicht mehr gibt.
Bei der Kernsanierung 2022 wurde alles bewahrt, was den Charakter des Hauses ausmacht. Erneuert wurde alles Übrige: Technik, Bäder, Küche und die Holzsprossenfenster samt Läden. Beim ersten Rundgang tritt die Grenze zwischen beidem kaum hervor.
Jede Ebene hat ihren eigenen Charakter: das Erdgeschoss offen, das Obergeschoss ruhig, unter dem Dach das Atelier.




Historische Substanz und neue Technik stehen nebeneinander, ohne dass eines das andere übertönt.